IWAN DER SCHRECKLICHE (Teil 1 & 2)

IWAN DER SCHRECKLICHE – das zweite gemeinsame Projekt von Sergej Eisenstein und Sergej Prokofjew – ist wie ALEXANDER NEWSKI ein Historien-Epos; in zwei Teilen zeigt es Aufstieg und Niedergang des autokratischen Herrschers Iwan IV. im 16. Jahrhundert.

ALEXANDER NEWSKI und IWAN DER SCHRECKLICHE gelten als filmhistorisch und musikgeschichtlich herausragende Produktionen. Aus der Zusammenarbeit zweier geistesverwandter Künstler gingen bedeutende Werke des Weltkulturerbes mit unübersehbarem Einfluss auf die internationale Filmkunst hervor – eine singuläre Konstellation, denn nach Eisensteins plötzlichem Tod betrachtete Prokofjew seine „Tätigkeit für die Kinematographie für immer als beendet.“

Einzigartig in der Filmgeschichte ist die musikalische Gestaltung von Sergej Prokofjew, der für die beiden Teile eine Partitur mit epischem Ausmaß konzipiert hat. In der opulenten Musik für Orchester, Chor und Solisten verbinden sich Diatonik und üppige Chromatik sowie gewagte und unerwartete Modulationen. Prokofjews Melodienreichtum lebt dabei von der ausdrucksstarken russischen Liedhaftigkeit, die vor allem in den geistlichen Stücken aus der russisch-orthodoxen Liturgie widerhallt. Prokofjews eindringliche Komposition steckt – wie die Hauptfigur Iwan – voller Ambivalenzen. Mit einer Vielzahl von Motiven zeichnet Prokofjew Iwans komplexe Psyche nach. Heitere, jugendlich beschwingte Passagen stehen in Kontrast zu düsteren, schwermütigen Momenten, die der Schattenseite des Herrschers Ausdruck verleihen.

Eine Koproduktion von ROC GmbH Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Deutschlandradio Kultur, Musikverlag Sikorski, ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE in Kooperation mit dem Musikfest Berlin und der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE.

 

(PDF) Projekt Beschreibung

„Iwan“ zum Klingen bringen - Zur Musikrekonstruktion von „Iwan der Schrecklich"