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Termine

4. März 2015 - DIE FRAU, NACH DER MAN SICH SEHNT in Amsterdam, Niederlande

4. März 2015 - DAS KINO DER ANDEREN in München

11. März 2015 - METROPOLIS in Dortmund

19. März 2015 - MODERNE ZEITEN in Trondheim, Norwegen

21. März 2015 - METROPOLIS in Belfast, Nordirland, Vereinigtes Königreich

22. März 2015 - BERLIN. DIE SINFONIE DER GROSSSTADT in Berlin

31. März 2015 - DER ROSENKAVALIER in Baden-Baden

2. April 2015 - METROPOLIS in Leeds, Vereinigtes Königreich

3. April 2015 - LICHTER DER GROSSSTADT in Brüssel, Belgien

11. April 2015 - Filmmusikkonzert A TRIBUTE TO JOHN WILLIAMS in Wǔhàn, China

14. April 2015 - Filmmusikkonzert KLASSIK IN DER FILMMUSIK in Genf, Schweiz

19. April 2015 - DAS PHANTOM DER OPER in Berlin

20. April 2015 - DER LETZTE MANN in Münster

 

Weitere Informationen und Termine unter www.filmphilharmonie.de.

 

 

"Das Kino der Anderen": Deutsch-deutsche Filmmusik mit dem Münchener Rundfunkorchester

DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (Regie: Wolfgang Staudte), D (Ost) 1946

 

DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (1946), DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA (1973), GOOD BYE, LENIN! (2003) und DAS LEBEN DER ANDEREN (2006): Das deutsch-deutsche Kino hat die kleinen Geschichten des Alltags ebenso beleuchtet wie die großen historischen Umbrüche. Im fünfundzwanzigsten Jahr der deutschen Einheit führt das Münchener Rundfunkorchester unter der künstlerischen Leitung von Dirk Brossé ein Konzertprogramm auf, das sich ausschließlich jenen Filmen widmet, die entweder in der DDR produziert worden sind und/oder die deutsch-deutsche Geschichte auf die Kinoleinwand gebracht haben. Das Repertoire reicht vom ersten deutschen Spielfilm der Nachkriegsgeschichte (DIE MÖRDER SIND UNTER UNS) über die erste offizielle gesamtdeutsche Filmproduktion (DIE HEIDEN VON KUMMEROW UND IHRE LUSTIGEN STREICHE, 1967) bis zu DER TURM (2011) nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Tellkamp.  

Auch für diese Produktion ging der Bayerische Rundfunk bzw. das Münchener Rundfunkorchester eine enge Zusammenarbeit mit der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE ein. Weil zu den meisten Filmmusiktiteln kein Aufführungsmaterial verlegt ist, nutzte die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE das von ihr bereits vor vielen Jahren etablierte Netzwerk zwischen ihr und den Komponisten (und den Nachlassverwaltern bzw. Rechteinhabern) sowie verschiedenen Archiven und ermöglichte für "Das Kino der Anderen" die Erst- bzw. Neuausgabe von Titeln wie DIE HEIDEN VON KUMMEROW UND IHRE LUSTIGEN STREICHE (Musik: Rolf Alexander Wilhelm), DER SCOUT und HAUPTMANN FLORIAN VON DER MÜHLE (Musik: Karl-Ernst Sasse) und DER TURM (Musik: Can Erdogan-Sus und Daniel Sus). Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE ist davon überzeugt, dass sich diese nicht unaufwändige Schatzsuche gelohnt hat, und wünscht dem Konzert viele Zuhörer, sei es im Münchener Prinzregententheater, vor dem Radiogerät oder vor dem Computer.

 

4. März 2015 - München, Prinzregententheater

"Das Kino der Anderen": Deutsch-deutsche Filmmusik

 

Münchener Rundfunkorchester

Dirigent: Dirk Brossé

Moderation: Martina Gedeck  

Live-Übertragung auf BR-Klassik (Hörfunk und Internet-Streaming: http://www.br.de)

 

 

DER ROSENKAVALIER im Festspielhaus Baden-Baden

DER ROSENKAVALIER (Regie: Robert Wiene) A 1925

 

Die diesjährigen Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker in Baden-Baden stehen ganz im Zeichen des Rosenkavaliers. An vier Abenden bringen das Orchester und eine hochkarätig besetzte Solistenriege unter der Leitung von Sir Simon Rattle die "Komödie für Musik" von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal auf die Bühne des Festspielhauses. Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE freut sich sehr darüber, dass die berühmte Strauss'sche Verwechslungskomödie nicht nur konzertant dargebracht wird, sondern "auf halber Strecke" (d.h. zwischen der zweiten und dritten Opernaufführung) auch als FilmKonzert. Das Besondere an diesem FilmKonzert: An diesem Abend erklingt die von Richard Strauss selbst eingerichtete Fassung für Salonorchester, die bereits im vergangenen Jahr durch das Orchester am Jakobsplatz München aufgeführt wurde und nun durch die Berliner Philharmoniker ihren Ritterschlag erhält. Am Dirigentenpult steht Raphael Haeger, der, wenn er nicht vor dem Orchester steht, unter den Schlagzeugern zu finden ist.  

Opernverfilmungen waren schon in der Stummfilmzeit populär, doch keine Opernverfilmung dieser Epoche war so spektakulär und musikalisch hochwertig wie der 1925 entstandene ROSENKAVALIER-Film, der mit einer Reihe hervorragender Darsteller besetzt war - unter ihnen Michael Bohnen, der zu seiner Zeit als die Inkarnation des Ochs von Lerchenau schlechthin galt. Der Film wurde nach der Musik der ROSENKAVALIER-Oper von Richard Strauss gedreht. Sie war in Abstimmung mit dem Komponisten zu einer bemerkenswert filmtauglichen Instrumentalfassung umgearbeitet worden und wurde von einem Korrepetitor am Film-Set gespielt. So entstand eine Filmkomödie, die in Grundzügen der Opernhandlung folgt und diese um attraktive Schauplätze bereichert, wie das Schloss von Schönbrunn und seinen weitläufigen Schlosspark. Diese "Volks-Filmoper", wie Richard Strauss sie nannte, wurde in den opulenten Dekors von Alfred Roller inszeniert, der schon die Uraufführung der Oper ausgestattet hatte. Regie führte Robert Wiene, der sich mit DAS CABINET DES DOKTOR CALIGARI (1920) einen Namen gemacht hatte. Er beweist hier, dass er nicht nur das Rokoko-Milieu der Vorlage stilsicher zu gestalten versteht, sondern auch Gespür für die Ironie besitzt, die den ROSENKAVALIER als eine der großen Opern des 20. Jahrhunderts auszeichnet. 

Nach dem FilmKonzert RICHARD WAGNER im Mai 2013 bietet DER ROSENKAVALIER der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE eine weitere willkommene Gelegenheit, ihre Werke einem interessierten Publikum in Deutschlands größtem Opern- und Konzerthaus vorzustellen.

 

31. März 2015 - Baden-Baden, Festspielhaus

FilmKonzert DER ROSENKAVALIER (Österreich 1925)

Regie: Robert Wiene, Musik: Richard Strauss (Fassung für Salonorchester)  

 

Mitglieder der Berliner Philharmoniker

Dirigent: Raphael Haeger  

Im Rahmen der Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker.

 

 

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM: Uraufführung der Neukomposition von Jens Jörg Troester

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (Regie: Paul Wegener) D 1920

 

Am 8. Februar 2015 hob sich im Capitol-Theater in Offenbach/Main der Vorhang für DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM. Paul Wegeners Film aus dem Jahr 1920 erzählt die Legende vom Prager Rabbi Löw, der einen mit übermenschlichen Kräften ausgestatteten riesenhaften Golem erschafft, um seine Gemeinde vor drohendem Unheil zu beschützen. Weil die originale Filmmusik von Hans Landsberger verschollen ist, gaben die Neue Philharmonie Frankfurt und die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE bei dem Dirigenten und Komponisten Jens Jörg Troester eine Neukomposition in Auftrag, die das Publikum im ausverkauften Capitol bereits mit den ersten Klängen in ihren Bann zog und nach dem FilmKonzert begeistert gefeiert wurde.  

Einige Auszüge aus der Rezension in der Offenbach-Post vom 10. Februar 2015: "Ein spannendes Erlebnis nicht nur für das Publikum, sondern auch für den Komponisten, war es doch sein Debüt in dieser Sparte. Für die Dramaturgie, die Gewichtung des zu Erzählenden und die Vermittlung der emotionalen Komponente, der Stimmungen, half ihm seine große Erfahrung als Dirigent von Opern. Und - um es vorwegzunehmen - diese Aufgabe ist ihm gelungen. Die Musik schwingt in großem Zusammenhang, Leitmotivik taucht vereinzelt auf, doch wird sie nicht überstrapaziert. Als schwieriges Stilproblem erwiesen sich die verschiedenen Zeiten: hier die Handlung aus dem 16. Jahrhundert, dort der Film aus dem Jahr 1920 und schließlich das moderne Publikum, das andere Erfahrungen hat als damalige Hörer. Troester fand eine elegante Lösung, indem er sich mit spätromantischer Orchesterbesetzung an die gemäßigte Moderne hält und stilistische Anspielungen an Barock und jüdische Gesangstradition integriert, geschmackvoll, niemals trivial. (...) So fesselnd Troesters Musik in der Live-Darbietung war, so ist doch zugleich sein Anliegen geglückt, damit nicht in den Vordergrund zu treten, sondern das Filmerlebnis zu steigern. Gläserner Klang begleitet den Rabbi Löw, wie er bei der Beobachtung der Sterne eine Gefahr für das jüdische Ghetto entdeckt. Grandiose Steigerungen untermalen das aufgeregte Zusammenlaufen der Mitbewohner, die erfahren müssen, dass ein kaiserliches Dekret zur Vertreibung der Juden droht. Packend sind die Szenen, in denen der Rabbi sein Geschöpf aus Lehm wieder zum Leben erweckt. (...) Versöhnlich ist das Ende: Der Golem nimmt ein Kind auf den Arm, das nicht wie die anderen davongelaufen ist. Das Mädchen zieht ihm den Stern von der Brust, der ihn zum Leben erweckt hat, der Koloss fällt leblos zu Boden. Die Gefahr ist gebannt. Sichtlich bewegt nahm Troester anschließend die Beifallsstürme entgegen."

 

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Fotos: DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (Quelle: Deutsches Filminstitut - DIF e.V.), DER ROSENKAVALIER (© Prof. Dr. Walter Dillenz/Filmarchiv Austria), DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung).