Falls der Newsletter nicht richtig dargestellt wird, klicken Sie bitte hier:

http://www.filmphilharmonie.de/index.php?id=456

 

 

Termine

10. Oktober 2014 - MODERNE ZEITEN in Nürnberg

17. Oktober 2014 - ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS in Frankfurt/Main

1. November 2014 - LICHTER DER GROSSSTADT in Bielefeld

1. November 2014 - THE CIRCUS & KID AUTO RACES AT VENICE in São Paulo, Brasilien

7. November 2014 - DIE FRAU, NACH DER MAN SICH SEHNT in Luxembourg, Luxemburg

11. November 2014 - DER ROSENKAVALIER in Dresden

15. November 2014 - MATRIX LIVE - FILM IN CONCERT in Bonn

16. November 2014 - Filmmusikkonzert KLASSIK MACHT AH! in Berlin

23. November 2014 - METROPOLIS in Kiel 

30. November 2014 - Filmmusikkonzert JOHN WILLIAMS UND STEVEN SPIELBERG in Stuttgart

 

Weitere Informationen und Termine unter www.filmphilharmonie.de.

 

 

Rekonstruktion und Einspielung von Gottfried Huppertz’ Filmmusik für ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS



ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS (Regie: Arthur von Gerlach), D 1925

Gottfried Huppertz, 1887 in Köln geboren und 1937 in Berlin gestorben, war vielseitig begabt. Nach einem Studium der Musik in Köln führten ihn erste berufliche Erfahrungen ans Theater als Schauspieler, Sänger und Bühnenmusiker. Über seinen Jugendfreund Rudolf Klein-Rogge entstand der Kontakt mit dem Regisseur Fritz Lang, der ihn zunächst für kleinere Rollen in KÄMPFENDE HERZEN (1920) und DR. MABUSE, DER SPIELER (1921) engagierte und der ihn in den Folgejahren mit der Komposition von Filmmusiken für DIE NIBELUNGEN (1924) und METROPOLIS (1927) beauftragte.  

Zwischen DIE NIBELUNGEN und METROPOLIS schrieb Gottfried Huppertz die Musik für ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS (1925). Unter der Regie von Arthur von Gerlach erzählt der Film nach Theodor Storms gleichnamiger Novelle ein norddeutsches Märchen in expressiven Bildern, die den ganzen Reichtum des deutschen Stummfilms erleben lassen. Es ist eine Geschichte von zwei ungleichen Brüdern, ihrem Kampf ums väterliche Erbe und einer treuen Dienerschaft, die den wahren Erben von Schloss Grieshuus gegen alle Intrigen zu schützen versteht. Der Film war eine Großproduktion der Ufa, an der die besten Schauspieler, Kameraleute und Ausstatter der damaligen Zeit beteiligt waren.  

Nach seiner Uraufführung wurde ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS um ungefähr 15 Minuten gekürzt und in zwei verschiedenen Filmfassungen und mit anderen Zwischentiteln in den Verleih gebracht. Fast neunzig Jahre nach der Uraufführung liegen der Film und auch die Filmmusik nun wieder in der ursprünglichen Form vor. Für die Restaurierung des Films zeichnet die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung verantwortlich. Und wie schon bei DIE NIBELUNGEN und METROPOLIS wandte sich Nina Goslar (ZDF/ARTE) an die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE mit der Bitte, die Huppertzsche Filmmusik auf Grundlage der überlieferten Quellen zu rekonstruieren, für Live-Aufführungen einzurichten und das Orchestermaterial neu herauszugeben.  

Gottfried Huppertz’ eigenes Manuskript für großes Orchester, das in der Deutschen Kinemathek aufbewahrt wird, bildete die Grundlage für diese Neuausgabe der Filmmusik. Nachdem Frank Strobel das überlieferte Material analysiert und mit der restaurierten Filmfassung abgeglichen hatte, begann Olav Lervik mit der Erstellung des Orchestermaterials, indem er zunächst jede Note aus dem historischen Material in ein digitales Notensatzprogramm übertrug. Zu rekonstruieren waren Passagen im 1. und im 6. Akt des Films sowie weite Passagen aus dem 5. Akt, der etwa nur zur Hälfte überliefert ist. Die fehlenden Takte wurden mit Hilfe des Klavierauszugs, des Particell-Manuskripts und der Version für kleines Orchester sowie aus dem orchestralen Kontext der betroffenen Stellen rekonstruiert bzw. neu arrangiert. Durch die neue Synchroneinrichtung der Musik waren Kürzungen und behutsame Verlängerungen in der Musik erforderlich, die im Stile des vorliegenden harmonischen und motivischen Materials nachkomponiert wurden.  

In diesem Oktober findet die aufwändige Rekonstruktion von ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS ihr Ende. Zusammen mit dem hr-Sinfonieorchester spielt Frank Strobel die Filmmusik von Gottfried Huppertz neu ein und führt sie am 17. Oktober 2014 mit Filmbegleitung im hr-Sendesaal in Frankfurt am Main auf. Mit dieser Produktion setzt das hr-Sinfonieorchester seine Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE im Bereich der klassischen Filmmusik für restaurierte und rekonstruierte Stummfilme fort.

 

FilmKonzert ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS

17. Oktober 2014 - Frankfurt am Main

hr-Sinfonieorchester, Dirigent: Frank Strobel  

 

Eine Koproduktion von Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, hr und ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut DIF und der Deutschen Kinemathek.

 

Weitere Informationen unter:

www.hr-online.de

 

 

Zum Sterben schön: Musik für den hr-Tatort IM SCHMERZ GEBOREN

TATORT: IM SCHMERZ GEBOREN (Regie: Florian Schwarz), D 2014

Kein Sonntagabend ohne Leiche.  

Am 12. Oktober 2014 strahlt der Hessische Rundfunk die Tatort-Folge IM SCHMERZ GEBOREN aus, die bereits im Vorfeld mit verschiedenen Preisen auf dem 10. Festival des deutschen Films und auf dem 32. Münchener Filmfest ausgezeichnet wurde.  

Die hr-Produktion zeigt Ulrich Tukur in der Rolle des LKA-Beamten Felix Murot und Ulrich Matthes als dessen Jugendfreund Richard Harloff. In der Tradition von William Shakespeare erzählt die Tatort-Folge eine komplexe, klassisch verwickelte, aber logisch stringente und spannende Rachegeschichte, die weit in die Vergangenheit des Kommissars reicht.  

Im März 2014 nahm das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Frank Strobel die Filmmusik zu IM SCHMERZ GEBOREN auf, die aus dem klassischen Konzertrepertoire zusammengestellt wurde und die im Film eine wichtige erzählerische Rolle spielt. Denn die Hauptfiguren Murot und Harloff sind durch eine frühere Liebesgeschichte miteinander verbunden - eine Dreieckgeschichte wie in dem Truffaut-Film JULES ET JIM (1962). Und auch diese Filmmusik, damals komponiert von Georges Delerue und für die Musikaufnahmen eigens transkribiert von Olav Lervik, wird dramaturgisch durchdacht eingesetzt: als musikalisches Zitat und als stimmungsvolle Klangkulisse.  

Ach so: Diese Tatort-Folge ist nichts für schwache Nerven. Denn diesmal würde sich der LKA-Ermittler Felix Murot über eine Leiche wirklich freuen.  

 

TATORT: IM SCHMERZ GEBOREN

Sonntag, 12. Oktober 2014, 20:15 Uhr, Das Erste

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli, Georges Delerue, Edvard Grieg, Gustav Holst, Jean Sibelius, Giuseppe Verdi und Antonio Vivaldi

 

Mehr Informationen unter:

www.daserste.de

 

 

Grüne Männchen nehmen Kurs auf Athen und Thessaloniki

ALIEN (Regie: Ridley Scott), USA 1979
UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART (Regie: Steven Spielberg), USA 1977

Das FilmMusikKonzert SCIENCE FICTION stellt einige der berühmtesten Science-Fiction-Filme musikalisch vor und bedient dabei alle Untergenres der Science Fiction: die Begegnung mit Außerirdischen unterschiedlicher Gesinnung (ALIEN, UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART), der Entwurf düsterer Zukunftsvisionen (MATRIX) und nicht zuletzt das klassische Weltraummärchen (KRIEG DER STERNE). Die musikalische Bandbreite reicht von den vertrauten und melodienreichen Klängen von Michael Giacchino, Jerry Goldsmith und John Williams bis zu den modernen und avantgardistischen Kompositionsstilen von Don Davis und James Horner.  

Neben dem Orchestre national de Lyon, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin führte zuletzt auch die Neubrandenburger Philharmonie das Konzertprogramm SCIENCE FICTION auf. Die örtliche Presse lobte: „Ein anspruchsvoll unterhaltsamer Abend mit der seltenen Möglichkeit zu tieferen Einblicken.“ Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE freut sich, dass Stefanos Tsialis, der an diesem Abend als Gastdirigent in Neubrandenburg auftrat, das Konzertprogramm so gut gefiel, dass er es im Oktober und im November zweimal in seiner Heimat Griechenland auf das Konzertpodium bringen wird. Am 12. Oktober steht Stefanos Tsialis am Pult des Athens State Orchestra, zu dessen Künstlerischem Leiter und Chefdirigenten er im vergangenen Mai ernannt wurde. Wenige Wochen später, am 6. November 2014, übernimmt das Thessaloniki State Symphony Orchestra das Programm in unveränderter Form.  

Für die Aufführungen in Griechenland wurde das ursprüngliche Konzertprogramm etwas verändert, so dass nun die Kompositionen für die Star-Trek-Filme einen thematischen Schwerpunkt bilden. Der Musik aus dem jüngsten Film, STAR TREK INTO DARKNESS (2013), komponiert von Michael Giacchino, wird die „Mutter“ aller Star-Trek-Filmmusiken gegenübergestellt: die Originalmusik von Jerry Goldsmith für STAR TREK: DER FILM (1978). Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE hat die umfangreiche Musik in eine etwa zehnminütige Konzertfassung gebracht, die nicht nur das bekannte Hauptthema, sondern auch den rhythmischen „Klingon Battle“ und das lyrische Thema für Lieutenant Ilia enthält. Die Ehre, die Weltpremiere dieser Konzertsuite spielen zu dürfen, hat das Athens State Orchestra.  

 

Filmmusikkonzert SCIENCE FICTION  

12. Oktober 2014 - Athen, Griechenland; Athens State Orchestra, Dirigent: Stefanos Tsialis  

6. November 2014 - Thessaloniki, Griechenland; Thessaloniki State Symphony Orchestra, Dirigent: Stefanos Tsialis

 

 

Bunte Klötzchen, wütende Vögel und die Vernichtung der Menschheit: Computerspielmusiken in der filmphilharmonischen Notenbibliothek

Nicht nur die konzertanten Aufführungen von Filmmusik erfreuen sich wachsender Beliebtheit, sondern auch abendfüllende Konzertprogramme mit jeglicher Art von Medienmusik. Für ein Konzert mit dem Pannon Philharmonic Orchestra am 9. Oktober 2014 in Pécs, Ungarn, hat Christian Schumann den Titel „Distant Worlds of Film and Game“ gewählt - Anlass für die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE, ihre Notenbibliothek um einige Titel aus dem Bereich der Computerspielmusiken zu erweitern.  

Einzelne Themen und Medleys aus den folgenden Filmen sind ab sofort leihweise bei der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE erhältlich: ANGRY BIRDS, ANNO 1404, ARCADIA: GOTHIC 4, BATTLEFIELD 3, BIOSHOCK, FINAL FANTASY, DIE SIEDLER und, natürlich, TETRIS.

 

 

Rückblick

KON-TIKI - LIVE IN CONCERT, 25. September 2014 in Krakau, Polen

Beate Warkentien, Patrik Andrén, Dave Moore, Johan Söderqvist, Agata Grabowiecka (v.l.n.r.)
Christian Schumann und die Sinfonietta Cracovia

TRIBUTE TO HANS ZIMMER, 1. Oktober 2014 in Zürich, Schweiz 

Frank Strobel und das Tonhalle-Orchester Zürich
Hans Zimmer, Karl Spoerri, Co-Director ZFF, Eva Wannenmacher Moderation
Eva Wannenmacher, Henning Lohner, Hans Zimmer, Bettina Oberli, Leeran Raphaely (Preisträger Filmmusik Wettbewerb), Marcel Barsotti, Frank Strobel, Axel Tillement (v.l.n.r.)

DIE BÜCHSE DER PANDORA, 5. Oktober 2014 in Straßburg, Frankreich 



Mark-Andreas Schlingensiepen, Ensemble KONTRASTE

 

 

Aktuelles und Hintergründe auf unserer FACEBOOK-Seite.

Fotos: DIE FRAU, NACH DER MAN SICH SEHNT, IM KAMPF MIT DEM BERGE, ZUR CHRONIK VON GRIESHUUS (© Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung), TATORT: IM SCHMERZ GEBOREN (© hr/Philip Sichler), ALIEN, UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART (© Deutsches Filminstitut - DIF, Bildarchiv).