Kritik Lübecker Nachrichten 29./30.08.10

"Kurz vor Schluss nochmals ein Höhepunkt beim Schleswig-Holstein Musik Festival: Die Aufführung des Spielfilms MATRIX mit der live dazu gespielten Musik von Don Davis wurde in der ausverkauften MuK stürmisch bejubelt. (...) Und diese Musik hat es in sich. Don Davis (...) ist ein Meister der Mischung von Klangfarben und Effekten. Davis ist geschult an den Werken von Krzysztof Penderecki und John Adams, schroffe Cluster stehen neben Minimal-Passagen, zartes Streicher-Flirren neben dröhnenden Tutti-Schlägen. Atemberaubend ist diese Musik, die auch ohne die Filmbilder gewaltige Wirkung erzielen würde. Mit den Bildern dieses faszinierenden Streifens, der im Original mit Untertiteln auf einer vor dem Orchesterrang platzierten Leinwand gespielt wurde, ergab sich eine fesselnde Mischung aus visueller und musikalischer Vision und Realität. (...) Wie Davis die emotionale Wirkung der Bilder mit seiner Musik unterstützt, wie er auf die wechselnden Tempi der Handlung eingeht, ist schlicht meisterhaft. Eine ungeheure Bandbreite wohnt dieser Musik inne, die endlich einmal eine filmmusikalische Tradition aufgibt und sich nicht an Wagner und Puccini orientiert. Frank Strobel dirigierte die komplexe und vor allem rhythmisch vertrackte Partitur souverän, sein Orchester folgte ihm offensichtlich begeistert durch diese fremdartige musikalische Landschaft. Standing Ovations gab es am Ende für die Musiker, den Dirigenten und den Komponisten - am liebsten hätte man die beiden weitere Teile von MATRIX gleich anschließend auch in dieser Form erlebt." ("Atemberaubende Musik zum fesselnden Film" (Lübecker Nachrichten, 29./30. August 2010)

Die aktuelle Produktion der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE:

„MATRIX LIVE. Film In Concert“ bringt den mit vier Oscars ausgezeichneten Film in den Konzertsaal. Das bislang einmalige Film-Live-Konzert verbindet die visionären Science-Fiction-Bilder mit dem Klang eines großen Symphonieorchesters. Die für diesen Konzertabend eigens präparierte Tonspur des Filmes enthält nur die Dialoge und die Effekte. Die Filmmusik von Don Davis wird live und synchron zum Film gespielt.

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Im Jahre 1999 entstanden, gilt der Film heute noch als wegweisend für die Weiterentwicklung des Science-Fiction-Genres. Der Filminhalt, die Erzählweise und die technische Umsetzung eröffneten eine neue Dimension der Filmrezeption. MATRIX stellt die fundamentale Verunsicherung des Individuums bezüglich seiner eigenen Identität und seiner Position in einer postapokalyptischen Welt dar.

Die visuelle Gestaltung von MATRIX zeichnet sich vor allem durch atemberaubende Effekte aus. Insbesondere der so genannte Bullet-Time-Effekt erhielt durch MATRIX weite Popularität. Aber auch jenseits der aufwändigen visuellen Effekte hat der Film seit seiner Premiere in Bezug zur Gegenwart in philosophischen, religiösen und politischen Fragen nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Don Davis’ Komposition passt sich der Vielschichtigkeit des Filmes MATRIX an: Minimalistische und polytonale Techniken treffen auf dissonante Tonschichtungen und Ausbrüche in „klassische“ Stile. Ein Score, der die Geschichte der Filmmusik weitergeschrieben hat.

Der Computerexperte Thomas Anderson (Keanu Reeves) führt ein Doppelleben: Tagsüber arbeitet er als Programmierer in einer weltweit erfolgreichen Software-Firma; nachts ist er als Hacker „Neo“ im Internet unterwegs. Eines Abends wird er von einer geheimnisvollen Untergrund-Organisation kontaktiert. Der Kopf der Gruppe – der gesuchte Terrorist Morpheus (Laurence Fishburne) – weiht ihn in ein erschreckendes Geheimnis ein: Die Realität, wie wir sie erleben, ist nur eine Scheinwelt. In Wirklichkeit werden die Menschen längst von einer unheimlichen virtuellen Macht beherrscht – der Matrix, deren Agenten Neo bereits im Visier haben ...

 

EIne Koproduktion der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE mit der NDR RADIOPHILHARMONIE.

 

 

 

(PDF) Projekt Beschreibung