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Johan
(Johan)
Schweden
1921
Drama

Mauritz Stiller nutzt in seinem Film JOHAN das einzigartige filmische Potential, das in der Natur und in den Landschaften des nordischen Sommers zu finden ist – die Magie der Mitternachtssonne, der riesigen Wälder und der großen Flüsse. Die Inszenierung richtet sich stark an den Naturelementen Licht und Wasser aus, das ewige Licht der Mitternachtssonne lässt die Protagonisten nie zur Ruhe kommen. Die reißenden Stromschnellen, in die der Fremde und Marit nach ihrem Ausbruch wie in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang geworfen werden, stellen sich selbst als metaphorisches Sinnbild dar und bescherten dem Film einen großen internationalen Erfolg.

Seit 1941 galt Stillers Film als verschollen, doch in den 1960er Jahren fand man eine stark gekürzte Vorführkopie. Die 1999 restaurierte und zweifarbig viragierte Fassung wurde im Rahmen der Filmmusiktage in Erlangen uraufgeführt.

Marit, eine hart arbeitende Magd am entlegenen Hof von Johan, heiratet den Hofherrn aus Zweckmäßigkeit und Not heraus. Die Ehe wird zur Qual. Da taucht eines Tages ein Fremdarbeiter wieder auf, der ihr früher schon einmal Avancen gemacht hatte. Marit wehrt sich zunächst gegen sein Liebeswerben, brennt dann aber mit ihm durch. Ihre Flucht führt über reißende Stromschnellen und endet, als Johan den Fremden als vermeintlichen Entführer seiner Frau zum Kampf stellt. Johan gewinnt, muss jedoch erkennen, dass Marit dem Fremden freiwillig gefolgt ist. Marit bereut ihren Entschluss und fleht Johan an, sie nicht zu verlassen. Der Versöhnung folgt die Rückkehr.

Kompositionen:

Alexander Popov

2000
  Ensemble (1 - 15 Musiker)    
 
Besetzung
Flöte, Klarinette/BassKlarinette, Horn, Trompete, Viola, Cello, Harfe, Klavier und Schlagzeug
     
 
Dauer in min.
84
sync fps
18
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