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Intoleranz
(Intolerance)
USA
1916
Drama

INTOLERANCE versucht das Thema der Intoleranz als universale und von alters her überkommene Erscheinung darzustellen. Dabei ist der Film nicht nur ein goßes humanistisches Epos, er ist zugleich ein Höhepunkt des frühen spektakulären Kinos. In Anlage und Umfang gehört er seit Jahrzehnten zu den größten Kunstwerken überhaupt. Neben seinen einmaligen Bildern ist er mit seiner avancierten Montagetechnik ein unglaubliches Experiment im Geschichtenerzählen und hatte wesentlichen Einfluss auf spätere Werke wie DIE ZEHN GEBOTE oder BEN HUR, beeindruckte aber auch Filmemacher wie Pudowkin oder Eisenstein. Seine Einzigartigkeit liegt dabei nicht in den einzelnen Strängen der Erzählung, sondern darin, wie das Geflecht der Fäden miteinander verwoben ist.

Der Film besteht aus vier Episoden, die aber nicht in geschlossenen Kapiteln, sondern gleichsam parallel erzählt werden. Neben einer als rotem Faden fungierenden Geschichte über das Unrecht, das Arbeitern durch einen Fabrikbesitzer und Gerichte zugefügt wird, hat Griffith zur Verdeutlichung seiner Absicht, Vorurteile und Grausamkeiten anzuprangern, die Geschichte mit drei historischen Parallelgeschichten kontrastiert: Die Eroberung Babylons, die Verschwörung der Pharisäer gegen Jesus und die Bartholomäusnacht im Frankreich des 16. Jahrhunderts sollen das Elend bezeugen, das selbstherrliche Herrscher während vieler Jahrhunderte verursacht haben. Das symbolische Bild der eine Wiege schaukelnden Frau, das den Film interpunktiert, verknüpft die einzelnen Episoden miteinander.

Kompositionen:

Carl Davis

1986
  großes Orchester (ab 46 Musiker)    
 
Besetzung
3(I+II/Pic+Blockflöte,III/Pic+AltFl).3(II/BassOb;III/EHr).3(II/EbKl,III/BassKl).2+KFg – 4.3(III/Flügelhorn)3.1 – Pk.Schlzg(3 Spieler).Hfe.Banjo/Git.Klav/Celesta.Orgel/Klav+Celesta – Streicher (mind. 8.8.6.5.3)
     
 
Dauer in min.
167
sync fps
16-18
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