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DIE ERDE

Erde, Die
(Semlja)
UdSSR
1930
Drama

Sowjetischer Film ist nicht gleich sowjetischer Film: Das ukrainische Kino liefert einen eigenständigen Beitrag zur sowjetischen Filmgeschichte. Seine Anfänge liegen in den Zehnerjahren, zu einem Aufbruch kam es nach der Verstaatlichung der Filmindustrie 1919 unter Lenin, 1929 wurde in Kiew eine Infrastruktur errichtet. Zentrale Figur war Alexander Dowshenko: Sein Stummfilm-Meisterwerk «Die Erde» (1930) ist ein enthusiastisches Loblied auf die Kollektivierung der Güter und eine Hymne auf Natur und das bäuerliche Leben.

Der Protagonist Wassili setzt sich dafür ein, daß sein Dorf einen Traktor bekommt. Nach erfolgreicher Ernte und einer Liebesszene in einer Sommernacht wird Wassili von der Kugel eines Gegners getötet. Der Film kulminiert in der Begräbnisszene – Wassili wird auf einer Bahre von den Dorfbewohnern zu Grabe getragen – und vor allem in den Einstellungen auf Äpfel und Blüten unter herabströmendem Regen: dies sind Bilder eines ganz lyrischen Tons, in denen sich der Triumph der Natur, der Materie über den Tod ausspricht. Der Film erschien zu einer Zeit, als man die Kollektivierung in der Ukraine mit Eifer betrieb. (arsenal: Dowshenko-Retrospektive 2001)

Kompositionen:

Alexander Popov

1997
  Ensemble (1 - 15 Musiker)    
 
Besetzung
1/Pic.1.1/BKl.0 - 1.1.1.0 - 2 Schlzg mit Pke.Hfe. Klav - 1.1.1.1.1
     
 
Dauer in min.
78
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