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Müde Tod, Der
(Müde Tod, Der)
Deutschland
1921
Drama

Mit raffinierter Kameraführung, überraschenden Beleuchtungs- und Trickeffekten sowie wirkungsvollen Bühnenbauten erreicht Fritz Lang in DER MÜDE TOD ein enormes Ausdrucksspektrum, welches Stil bildend war für sein filmisches Schaffen.

Besondere Faszination geht von dem mit Renaissance-Kostümen ausstaffierten Karnevalsumzug in Venedig und der unheimlichen, riesigen Halle des Todes aus, in der Millionen von Kerzen zu flackern scheinen. In gleichem Maße imponiert die chinesische Episode, in der mit zahlreichen filmischen Tricks die Vorstellung eines wundersamen Zauberers gezeigt wird.

Ein geheimnisvoller Fremder, niemand geringerer als der Tod, nimmt einer jungen Frau den Geliebten. In ihrer Überzeugung, dass die Liebe stärker sei als der Tod, fordert die Frau den Geliebten zurück. In einem Meer von flackernden Kerzen, Millionen von sprichwörtlichen Lebenslichtern, wird ihr der Wunsch gewährt, jedoch nur unter der Bedingung, dass es ihr gelänge, drei der Flammen am Erlöschen zu hindern.

In drei Episoden, die im Bagdad der Kalifen, im Venedig der Renaissance und im alten China spielen, verwebt der Film nun diese Aufgabe mit dem Kampf junger Frauen um die Leben ihrer Verlobten. Doch keine der Flammen überdauert die ihr zugestandene Zeit, und so geht die Frau schließlich auf ein letztes unmögliches Angebot des Todes ein...(Quelle: Stummfilmtage Erlangen)

Kompositionen:

Cornelius Schwehr

2016 Neukomposition
  großes Orchester (ab 46 Musiker)    
 
Besetzung
1+1/alto+1/pic.2+1/ca.2+1/bcl.3 - 4.3.2(ten).1 - timp.2perc - hp - str
     
 
Dauer in min.
98
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